Begriffe und Abkürzungen


OPOS

Definition

Der Begriff OPOS steht für „Offene Posten“ und bezeichnet im Rechnungswesen alle noch nicht ausgeglichenen Forderungen und Verbindlichkeiten eines Unternehmens.

Ein offener Posten entsteht, wenn eine Rechnung gestellt oder empfangen wurde, jedoch noch keine vollständige Zahlung erfolgt ist.


Einordnung im Rechnungswesen

Offene Posten werden in zwei Bereiche unterteilt:


Praxisbeispiel

Analog gilt:


Relevanz in der Praxis

Die Verwaltung offener Posten ist zentral für:


Besonderheiten


Debitoren

Definition

Ein Debitor ist eine natürliche oder juristische Person (z. B. Kunde), gegenüber der ein Unternehmen eine offene Forderung hat.
Der Debitor schuldet dem Unternehmen somit einen Geldbetrag.


Einordnung im Rechnungswesen

Im betrieblichen Rechnungswesen wird zwischen folgenden Rollen unterschieden:


Praxisbeispiel

Erbringt ein Unternehmen eine Lieferung oder Dienstleistung und stellt hierfür eine Rechnung, entsteht bis zur Zahlungseingang eine Forderung.
Der Rechnungsempfänger wird in diesem Zeitraum als Debitor geführt.


Relevanz in der Praxis

Debitoren sind insbesondere in folgenden Bereichen von Bedeutung:


Kreditoren

Definition

Ein Kreditor ist eine natürliche oder juristische Person (z. B. Lieferant oder Dienstleister), gegenüber der ein Unternehmen eine offene Verbindlichkeit hat.
Der Kreditor hat somit eine Forderung gegenüber dem Unternehmen.


Einordnung im Rechnungswesen

Im betrieblichen Rechnungswesen wird zwischen folgenden Rollen unterschieden:


Praxisbeispiel

Bezieht ein Unternehmen Waren oder Dienstleistungen und erhält hierfür eine Rechnung, entsteht bis zur Begleichung dieser Rechnung eine Verbindlichkeit.
Der Rechnungssteller wird in diesem Zeitraum als Kreditor geführt.


Relevanz in der Praxis

Kreditoren spielen insbesondere in folgenden Bereichen eine zentrale Rolle:


Umlaufvermögen

Definition

Das Umlaufvermögen umfasst alle Vermögensgegenstände eines Unternehmens, die kurzfristig im Geschäftsprozess verwendet, verarbeitet, verkauft oder verbraucht werden.
Es dient somit dem laufenden Geschäftsbetrieb und ist nicht dauerhaft im Unternehmen gebunden.


Einordnung im Rechnungswesen

Das Umlaufvermögen ist ein Bestandteil der Aktivseite der Bilanz und steht im Gegensatz zum Anlagevermögen, das dem Unternehmen langfristig dient.


Bestandteile des Umlaufvermögens

Typische Positionen des Umlaufvermögens sind:


Praxisbeispiel


Relevanz in der Praxis

Das Umlaufvermögen ist entscheidend für:


Besonderheiten



SCHUFA

Definition

Die SCHUFA Holding AG ist eine privatwirtschaftliche Auskunftei in Deutschland, die Bonitätsinformationen über Privatpersonen und Unternehmen sammelt, speichert und bereitstellt.

Ziel der SCHUFA ist es, Vertragspartnern (z. B. Banken, Handelsunternehmen oder Telekommunikationsanbietern) eine Einschätzung der Kreditwürdigkeit zu ermöglichen.


Aufgaben und Funktionen

Die SCHUFA übernimmt insbesondere folgende Aufgaben:


Einordnung im Unternehmenskontext

Unternehmen nutzen SCHUFA-Daten zur:


Praxisbeispiel


Relevanz in der Praxis

Die Nutzung von SCHUFA-Informationen unterstützt:


Besonderheiten


Diese Definition dient der einheitlichen Verwendung des Begriffs „SCHUFA“ innerhalb der Organisation.

Creditreform

Definition

Die Verband der Vereine Creditreform e. V. ist eine deutsche Wirtschaftsauskunftei, die Bonitätsinformationen über Unternehmen und Privatpersonen bereitstellt.
Sie unterstützt Unternehmen dabei, Geschäftsrisiken zu bewerten und Forderungsausfälle zu vermeiden.


Aufgaben und Funktionen

Creditreform übernimmt insbesondere folgende Aufgaben:


Einordnung im Unternehmenskontext

Unternehmen nutzen Creditreform zur:


Praxisbeispiel


Relevanz in der Praxis

Die Nutzung von Creditreform-Daten ermöglicht:


Besonderheiten


Diese Definition dient der einheitlichen Verwendung des Begriffs „Creditreform“ innerhalb der Organisation.

Inventur

Definition

Die Inventur ist die vollständige, mengen- und wertmäßige Erfassung aller Vermögensgegenstände und Schulden eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag.

Sie dient der Feststellung des tatsächlichen Bestands und bildet die Grundlage für die Erstellung des Inventars sowie des Jahresabschlusses.


Einordnung im Rechnungswesen

Die Inventur ist gesetzlich vorgeschrieben und Bestandteil der ordnungsgemäßen Buchführung.
Sie stellt sicher, dass die in der Buchhaltung erfassten Werte mit den tatsächlich vorhandenen Beständen übereinstimmen.


Arten der Inventur


Bestandteile der Inventur

Erfasst werden insbesondere:


Praxisbeispiel


Relevanz in der Praxis

Die Inventur ist wesentlich für:


Besonderheiten


Diese Definition dient der einheitlichen Verwendung des Begriffs „Inventur“ innerhalb der Organisation.

GoB (Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung)

Definition

Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) sind ein System von Regeln und Prinzipien, die sicherstellen, dass die Buchführung eines Unternehmens nachvollziehbar, korrekt und gesetzeskonform erfolgt.

Sie bilden die Grundlage für eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und sind insbesondere im Handelsgesetzbuch (HGB) verankert.


Ziel der GoB

Die GoB dienen dazu:


Wichtige Grundsätze

Zu den zentralen Grundsätzen zählen unter anderem:


Einordnung im Unternehmenskontext

Die GoB sind verbindlich für alle buchführungspflichtigen Unternehmen und gelten für:


Praxisbeispiel


Relevanz in der Praxis

Die Einhaltung der GoB ist entscheidend für:


Besonderheiten


Diese Definition dient der einheitlichen Verwendung des Begriffs „GoB“ innerhalb der Organisation.

Saldo

Definition

Der Saldo bezeichnet die Differenz zwischen Soll- und Habenbuchungen auf einem Konto zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Er zeigt an, ob ein Konto einen Überschuss oder einen Fehlbetrag aufweist.


Einordnung im Rechnungswesen

Der Saldo ist das Ergebnis der Gegenüberstellung von:

Je nach Kontotyp ergibt sich daraus ein positiver oder negativer Kontostand.


Arten von Salden


Praxisbeispiel


Relevanz in der Praxis

Der Saldo ist wichtig für:


Besonderheiten


Diese Definition dient der einheitlichen Verwendung des Begriffs „Saldo“ innerhalb der Organisation.

s.dok

s.dok ist ein Dokumentenmanagementsystem (DMS), das von der GWS Gesellschaft für Wirtschaftsberatung und Informatik mbH entwickelt wurde und auf der Technologieplattform d.3 (jetzt oft als d.velop documents bezeichnet) der d.velop AG basiert.

Kernmerkmale von s.dok

Da d.velop als Technologiepartner fungiert, profitiert s.dok von den grundlegenden DMS-Funktionen der d.velop-Plattform, wie der intelligenten Suche, Versionierung und der Möglichkeit zur digitalen Signatur. Die GWS passt diese Basistechnologie spezifisch für die Anforderungen ihrer Kunden (oft aus dem Bereich des technischen Großhandels) an.

GEVIS

GEVIS (oft als gevis ERP bezeichnet) ist eine marktführende Branchensoftware für den verbundorientierten Groß- und Einzelhandel. Sie wird von der GWS Gesellschaft für Warenwirtschafts-Systeme mbH entwickelt und basiert technisch auf den Plattformen von Microsoft.

Kernkonzepte und Basis