ERP ERP steht für Enterprise Resource Planning, auf Deutsch Unternehmensressourcenplanung. Ein ERP-System ist die zentrale Software eines Unternehmens. Es unterstützt und steuert nahezu alle Geschäftsprozesse – von Einkauf und Lager über Vertrieb bis hin zu Buchhaltung und Personalwesen. Man kann sich ein ERP-System als die Schaltzentrale eines Unternehmens vorstellen. Beispiel Ein Kunde bestellt 100 Säcke Zement. Im ERP-System laufen dabei mehrere Prozesse zusammen: Der Auftrag wird erfasst. Das Lager prüft, ob genügend Ware vorhanden ist. Die Ware wird kommissioniert und ausgeliefert. Der Kunde erhält eine Rechnung. Die Buchhaltung verbucht den Umsatz. Nach Zahlung wird der Zahlungseingang erfasst. Alle Bereiche arbeiten dabei mit denselben Daten. Typische Bereiche eines ERP-Systems Ein ERP besteht häufig aus mehreren Modulen: Einkauf Verkauf Lagerverwaltung Buchhaltung Finanzwesen Produktion Personalwesen Projektverwaltung Controlling Je nach Unternehmen werden nur die benötigten Module eingesetzt. ERP und Rechnungsprüfung Bei einer Eingangsrechnung arbeitet das ERP-System eng mit dem DMS und dem Workflow-System zusammen. Der Ablauf könnte so aussehen: Lieferant sendet Rechnung │ ▼ DMS archiviert PDF │ ▼ OCR liest Rechnungsdaten │ ▼ Workflow zur Freigabe │ ▼ Rechnung freigegeben │ ▼ ERP übernimmt die Buchung │ ▼ Zahlung zum Fälligkeitstermin Das ERP ist dabei für die geschäftliche Verarbeitung verantwortlich, beispielsweise: Kreditor anlegen oder auswählen Buchungssätze erzeugen Kostenstellen zuordnen Zahlungslauf durchführen Offene Posten verwalten Welche Daten verwaltet ein ERP? Ein ERP speichert unter anderem: Kunden Lieferanten Artikel Preise Bestellungen Lagerbestände Rechnungen Zahlungen Buchungen Projekte Alle Abteilungen greifen auf dieselbe Datenbasis zu. Dadurch werden doppelte Datenerfassungen vermieden. Vorteile eines ERP-Systems Zentrale Datenhaltung Einheitliche Geschäftsprozesse Weniger doppelte Dateneingaben Aktuelle Informationen für alle Abteilungen Automatisierte Abläufe Auswertungen und Berichte in Echtzeit Beispiel aus dem Alltag Ein Lieferant schickt eine Rechnung über neue Computer. Das DMS speichert die PDF-Rechnung. Die OCR erkennt Rechnungsnummer und Betrag. Der Workflow sorgt für die sachliche Prüfung und Freigabe. Das ERP bucht die Rechnung auf die richtige Kostenstelle und nimmt sie in den nächsten Zahlungslauf auf. Jedes System übernimmt dabei eine andere Aufgabe: System Aufgabe DMS Dokumente speichern und archivieren OCR Texte und Daten aus Dokumenten erkennen Workflow Bearbeitung und Freigaben steuern ERP Geschäftsvorgänge verwalten und verbuchen Kurz zusammengefasst Ein ERP-System ist die zentrale Unternehmenssoftware, in der Geschäftsprozesse und betriebswirtschaftliche Daten zusammenlaufen. Im Rechnungsprozess übernimmt es die kaufmännische Verarbeitung – von der Buchung einer Rechnung bis zur Zahlung und Auswertung.