Finanzen, Zahlungsbedingungen & Kreditmanagement Rechnungseingang und zuständige E-Mail-Adressen Zweck Für die zentrale Verarbeitung, Prüfung und Freigabe eingehender Rechnungen stehen abteilungsspezifische E-Mail-Postfächer zur Verfügung. Die Zuordnung stellt sicher, dass Rechnungen ohne unnötige Verzögerungen verarbeitet und die gesetzlichen Anforderungen an elektronische Rechnungen eingehalten werden können. Zuständige Rechnungseingänge Rechnungsart bzw. Bereich E-Mail-Adresse Rechnungen für die Bautechnik rechnungseingang.bautechnik@schlichter.biz Nachunternehmerrechnungen der Bautechnik nu@schlichter.biz Rechnungen für den Handel rechnungseingang.handel@schlichter.biz Rechnungen für den Maler- und Glashandel rechnungseingang.maler@schlichter.biz Allgemeine Kostenrechnungen der Buchhaltung rechnungseingang.fibu@schlichter.biz Wichtig: Das Postfach nu@schlichter.biz darf ausschließlich für Nachunternehmerrechnungen der Bautechnik verwendet werden. Angabe der Rechnungsadresse Bei Bestellungen und Vertragsabschlüssen ist dem Dienstleister oder Lieferanten die für den jeweiligen Bereich vorgesehene E-Mail-Adresse als primärer Rechnungsempfänger mitzuteilen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Rechnung direkt in den zuständigen Bearbeitungsprozess gelangt. Umgang mit falsch zugestellten Rechnungen Geht eine Rechnung in einem persönlichen oder unzuständigen Postfach ein, gilt folgender Ablauf: Der Absender wird über die zutreffende Rechnungseingangsadresse informiert. Die eingegangene Rechnung wird unverzüglich an das zuständige Abteilungspostfach weitergeleitet. Bei der Weiterleitung muss die ursprüngliche Rechnungsdatei vollständig und unverändert enthalten sein. Eine zusätzliche Weiterleitung an mehrere Rechnungseingänge ist zu vermeiden, da dadurch eine doppelte Verarbeitung entstehen kann. Bisherige zentrale Rechnungsadresse Das Postfach rechnung@schlichter.biz bleibt vorerst bestehen und wird weiterhin überwacht. Die Adresse ist jedoch nicht mehr als regulärer Rechnungseingang vorgesehen und darf bei neuen Bestellungen, Vertragsabschlüssen oder Lieferantenkontakten nicht mehr als Rechnungsadresse angegeben werden. Stattdessen ist ausschließlich das jeweils zuständige Abteilungspostfach zu verwenden. Kreditlimits und Sperrvermerke bei Kunden Kreditlimit Privat Neukunden Standard: 3.000 € Prüfung erforderlich Anzahlung bei Bestellware Mit Kreditversicherung: bis 80 % der Zusage Bestandskunden Negative Zahlungserfahrung (12 Monate): 1.000 € Vermerk im Infofeld Keine negative Zahlungserfahrung: Blinddeckung Bis 10.000 € kreditversichert Kreditlimit-Überschreitung -> Entscheidung durch RFA nach Telefonat -> Erhöhung nur durch Teamleiter -> Teamleiter trägt Verantwortung für OPOS-Überschreitung -> Schriftliche Info an BU → BU dokumentiert an IHA Sonstiges Kreditlimit-Infos nur an Team-/Abteilungsleiter Rücklastschrift → sofortige Sperre Kreditlimit Unternehmen Neukunden Abhängig von Rechtsform Creditreform-Abfrage durch BU Bautechnik-Kunden: pauschal 10.000 € Bestandskunden Negative Zahlungserfahrung: Meldung nach 60 Tagen nach Fälligkeit Keine negative Zahlungserfahrung: Absicherung bis 10.000 € Kreditlimit-Überschreitung -> Nur durch Abteilungsleiter -> Verantwortung bei Netto-Aufträgen > 10.000€ Versicherung Kreditlimit = 100 % der Versicherungssumme Realistische Anfragehöhe erforderlich Sonstiges Infos nur an Führungsebene Rücklastschrift → sofortige Sperre Kreditlimit Unternehmensformen Unternehmensform Kreditlimit GbR 3.000 € oder Auskunft OHG 3.000 € oder Auskunft KG 3.000 € oder Auskunft GmbH 3.000 € oder Auskunft UG Barzahler AG 3.000 € oder Auskunft Limited (UK) Barzahler Einzelunternehmen 3.000 € oder Auskunft Kreditlimit für "Häuslebauer" Neukunden 50.000 € SCHUFA-Prüfung Nach 12 Monaten Neubewertung Bestandskunden Negative Erfahrung → Einzelfallentscheidung Sonst: Absicherung bis 10.000 € Kreditlimit-Überschreitung -> Nur durch Teamleiter -> Teamleiter verantwortlich für OPOS Sonstiges Versicherungslimits nur an Führungsebene Rücklastschrift → sofortige Sperre Kreditlimit EU- und Drittländer Standard: 0 € Ausnahme: Anfrage bei Kreditversicherung Bestehende zuverlässige Kunden ggf. bereits bewertet Kreditlimit Mitarbeiter Neue Mitarbeiter 5.000 € Keine SCHUFA nötig Kundenanlageformular erforderlich Sonderfälle Ohne Formular: Barzahler Anlage als Privatkunde Info durch Personal an Warenorganisation Sonstiges Überschreitung → Freigabe möglich bei guter Historie Rücklastschrift → Meldung an Geschäftsführung SCHUFA-Score & Warenkreditversicherung SCHUFA-Risiko Score Risiko > 97,5 % sehr gering 95–97,5 % gering 90–95 % erhöht 80–90 % hoch 50–80 % sehr hoch Regeln < 90 % → nur Barzahler (3.000 €) 90–95 % → Abstimmung erforderlich >95 % → automatische Anlage Warenkreditversicherung Bis 10.000 € → vereinfachter Schutz Ab 10.000 € → Anfrage erforderlich Negative Erfahrung → Meldung nach 60 Tagen Sperrvermerke Auslöser Ab 3. Mahnung Ablauf Info durch Buchhaltung Sperre durch Warenorganisation Info an Teamleiter Regeln Kein Mahnbescheid-Versand Hinweise bei: Auslieferung Zahlungseingang Listen Freigabeliste Sperrliste Infoliste (inkl. OPOS) Mahnstufen Ablauf Mahnung -> 5 € (nicht verbucht) Mahnung (nach 2 Wochen) -> 10 € (verbucht) Mahnung (nach weiteren 2 Wochen) -> 25 € (verbucht) + Sperrvermerk Zinsen Privat: Basiszins + 5 % Geschäft: Basiszins + 9 % Sonstiges Privatkunden: ebenfalls Sperre ab Stufe 3 Negative Erfahrung: ab 60 Tagen Forderungsmanagement 14 Tage nach 3. Mahnung → Übergabe an RFA RFA entscheidet über Maßnahmen (z. B. Ratenzahlung) Sonderfälle Rechnung nicht erhalten: Neu senden Zahldatum anpassen Info dokumentieren Reklamationen und Einwände Grundregeln Nur schriftlich (Mail/Brief) Keine negative Zahlungserfahrung Nicht akzeptiert „Zahlung erst nach Kundenzahlung“ Ratenzahlung Nur über: Dienstleister (in Vorbereitung) oder Teamleiter + RFA Grundsatz Reklamation ≠ Zahlungsverzug Formulare Dokumente Kundenanlageformular SEPA-Formular Datenschutz AGB Systeme DB Schlicht → Versicherung Gevis ERP → Baustellenüberwachung Ablage Homepage Intranet Fallbeispiele Fall 1: Falsche Lieferung  Austausch → Zahlung danach Fall 2: Reklamation + Versicherungsargument Kunde zahlt trotzdem → Mahnung Fall 3: Teilreklamation wie Fall 1 Fall 3.1: Vollständige Reklamation Mahnsperre Fall 4: Kunde zahlt nicht wegen eigener Forderung Einzelfallentscheidung Fall 5: Barzahler will Rechnung Prüfung erforderlich Fall 6: fehlende Palettengutschrift bis 10 € ausbuchen, ab 10€: mahnen Fall 7: Paletten später zurück Differenz anmahnen Fall 8: Änderung erst bei 3. Mahnung Zahlung: netto 8 Tage SEPA-Lastschriftmandate bei Lieferanten Stand: 15.04.2026 Grundsatz Zahlungsbedingungen mit Lieferanten sind Bestandteil vertraglicher Vereinbarungen. Die Nutzung von SEPA-Lastschriftverfahren ist auf ein Minimum zu begrenzen. Begründung: Bei Überweisungen liegt die Terminhoheit im Unternehmen. Lastschriftverfahren übertragen die Kontrolle über den Zahlungszeitpunkt an den Lieferanten. Ziel ist die Sicherstellung der Liquiditätssteuerung. Vereinbarung von SEPA-Lastschriftverfahren Ein SEPA-Lastschriftverfahren darf nur eingerichtet werden, wenn: es aktiv mit dem Lieferanten verhandelt wurde und eine entsprechende Zahlungsbedingung vertraglich vereinbart ist Die Abstimmung erfolgt mit: Bernd Sabel (strategischer Einkauf) oder zuständiger Team- bzw. Abteilungsleitung Standard-Zahlungsbedingungen Sofern keine abweichende Vereinbarung getroffen wurde, gelten: 8 Tage: 3 % Skonto 30 Tage: netto Umgang mit unkoordinierten SEPA-Anfragen Geht eine SEPA-Lastschriftanfrage ohne vertragliche Grundlage ein, ist folgender Ablauf einzuhalten: Eingang der Anfrage Weiterleitung an die Warenorganisation Erstreaktion Standardisierte, freundliche Ablehnung durch die Warenorganisation Verweis auf geltende Zahlungsbedingungen Weitere Eskalation Besteht der Lieferant weiterhin auf einem Lastschriftmandat: → Übergabe an Bernd Sabel Klärung und Entscheidung im strategischen Einkauf Einrichtung eines SEPA-Mandats Wird ein SEPA-Lastschriftverfahren genehmigt, erfolgt die Umsetzung wie folgt: Erstellung des Mandats durch die Buchhaltung Unterzeichnung durch die Geschäftsleitung Weiterleitung an die Bank durch die Buchhaltung Information an die Warenorganisation zur Anpassung der Lieferantendaten Dokumentation SEPA-Lastschriftmandate sind digital zu archivieren Ablage erfolgt mit eindeutiger Zuordnung zum jeweiligen Lieferanten Nutzung der vorgesehenen Systeme (z. B. d.velop)