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OPOS

Definition

Der Begriff OPOS steht für „Offene Posten“ und bezeichnet im Rechnungswesen alle noch nicht ausgeglichenen Forderungen und Verbindlichkeiten eines Unternehmens.

Ein offener Posten entsteht, wenn eine Rechnung gestellt oder empfangen wurde, jedoch noch keine vollständige Zahlung erfolgt ist.


Einordnung im Rechnungswesen

Offene Posten werden in zwei Bereiche unterteilt:

  • Debitorische OPOS: Offene Forderungen gegenüber Kunden (Debitoren)
  • Kreditorische OPOS: Offene Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten (Kreditoren)

Praxisbeispiel

  • Ein Unternehmen stellt eine Rechnung an einen Kunden über 2.000 €
  • Bis zur vollständigen Zahlung gilt dieser Betrag als offener Posten (OPOS) in der Debitorenbuchhaltung

Analog gilt:

  • Erhält das Unternehmen eine Rechnung eines Lieferanten, bleibt diese bis zur Zahlung ein OPOS in der Kreditorenbuchhaltung

Relevanz in der Praxis

Die Verwaltung offener Posten ist zentral für:

  • Überwachung von Zahlungseingängen und -ausgängen
  • Mahnwesen und Forderungsmanagement
  • Kreditlimitprüfung und Lieferfreigaben
  • Liquiditätsplanung

Besonderheiten

  • Ein OPOS wird durch Zahlung, Gutschrift oder Verrechnung ausgeglichen
  • Teilzahlungen führen zu entsprechend reduzierten offenen Posten
  • Eine regelmäßige OPOS-Analyse ist Grundlage für betriebswirtschaftliche Entscheidungen