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DMS

Ein DMS steht für Dokumentenmanagementsystem.

Ein DMS ist eine Software, die Dokumente digital speichert, verwaltet, organisiert und wieder auffindbar macht. Es ersetzt oder ergänzt klassische Papierakten und sorgt dafür, dass Dokumente sicher und nachvollziehbar bearbeitet werden können.

Man kann sich ein DMS wie einen digitalen Aktenschrank vorstellen – allerdings mit deutlich mehr Funktionen als nur dem Speichern von Dateien.

Beispiel

Eine Lieferantenrechnung geht per E-Mail als PDF ein.

Das DMS übernimmt folgende Aufgaben:

  1. Die PDF-Rechnung wird gespeichert.

  2. Die OCR liest Rechnungsnummer, Lieferant und Betrag aus.

  3. Die Rechnung wird automatisch der Buchhaltung zugeordnet.

  4. Ein Workflow startet die sachliche Prüfung.

  5. Nach der Freigabe bleibt die Rechnung revisionssicher archiviert.

Das Dokument muss nicht mehr ausgedruckt oder in einem Ordner abgeheftet werden.

Typische Aufgaben eines DMS

Ein DMS kann unter anderem:

  • Dokumente speichern und archivieren

  • Dokumente schnell wiederfinden

  • Dokumente kategorisieren und verschlagworten

  • OCR-Texterkennung durchführen

  • Workflows starten

  • Kommentare speichern

  • Freigaben dokumentieren

  • Versionen verwalten

  • Zugriffsrechte steuern

  • Dokumente revisionssicher archivieren

Beispiel einer Rechnung im DMS

Zu einer PDF-Rechnung speichert das DMS beispielsweise:

Dokument

  • Rechnung_2026-154.pdf

Zusätzliche Informationen

  • Lieferant: Muster GmbH

  • Rechnungsnummer: RE-2026-154

  • Betrag: 2.350,00 €

  • Kostenstelle: IT

  • Status: Sachlich freigegeben

  • Bearbeiter: Max Mustermann

  • Historie

  • Kommentare

Die PDF selbst bleibt unverändert. Alle zusätzlichen Informationen werden in der Datenbank des DMS gespeichert und mit dem Dokument verknüpft.

Vorteile eines DMS

Ein DMS bietet gegenüber Papierakten oder einfachen Netzlaufwerken viele Vorteile:

  • Dokumente sind in Sekunden auffindbar.

  • Mehrere Mitarbeiter können gleichzeitig auf Dokumente zugreifen.

  • Papierarchive werden reduziert.

  • Bearbeitungsschritte sind nachvollziehbar.

  • Dokumente gehen nicht verloren.

  • Berechtigungen können gezielt vergeben werden.

  • Gesetzliche Aufbewahrungsfristen lassen sich leichter einhalten.

DMS im Rechnungsworkflow

Ein typischer Ablauf sieht so aus:

PDF-Rechnung
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DMS speichert Dokument
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OCR liest Rechnungsdaten
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Workflow startet
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Sachliche Prüfung
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Freigabe
      │
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ERP bucht Rechnung
      │
      ▼
Revisionssichere Archivierung

Das DMS bildet dabei die zentrale Plattform für das Dokument, während andere Systeme ihre jeweiligen Aufgaben übernehmen.

DMS, ERP und CMS – der Unterschied

System Hauptaufgabe
DMS Dokumente speichern, verwalten und archivieren
ERP Geschäftsprozesse wie Einkauf, Buchhaltung und Lager steuern
CRM Kundenbeziehungen und Vertriebsaktivitäten verwalten
CMS Inhalte von Websites verwalten und veröffentlichen

Praxisbeispiel

Ein Lieferant schickt eine Rechnung als PDF.

  • Das DMS speichert und archiviert die Rechnung.

  • Die OCR liest die Rechnungsdaten aus.

  • Der Workflow sorgt für Prüfung und Freigabe.

  • Das ERP übernimmt die Buchung und Zahlung.

Jedes System erfüllt dabei eine klar definierte Aufgabe und arbeitet mit den anderen zusammen.

Kurz zusammengefasst

Ein DMS (Dokumentenmanagementsystem) ist die zentrale Lösung zur digitalen Verwaltung von Dokumenten. Es sorgt dafür, dass Dokumente sicher gespeichert, schnell gefunden, strukturiert bearbeitet und revisionssicher archiviert werden können. In Verbindung mit OCR, Workflow und ERP bildet es die Grundlage für einen effizienten digitalen Dokumentenprozess.