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Workflow

Ein Workflow beschreibt einen festgelegten Ablauf von Arbeitsschritten, die in einer definierten Reihenfolge ausgeführt werden, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Er legt fest:

  • Was getan wird.
  • Wer etwas tut.
  • Wann etwas passiert.
  • Unter welchen Bedingungen der nächste Schritt erfolgt.

Ein Workflow kann vollständig manuell, teilweise automatisiert oder vollständig automatisiert sein.

Beispiel aus dem Rechnungswesen

Ein Rechnungseingang könnte so aussehen:

  1. Rechnung trifft per E-Mail oder Post ein.
  2. Rechnung wird digital archiviert.
  3. Prüfung der sachlichen Richtigkeit durch die Fachabteilung.
  4. Freigabe durch den Kostenstellenverantwortlichen.
  5. Buchung im ERP-System.
  6. Zahlung zum Fälligkeitstermin.
  7. Archivierung.

Automatisierter Workflow

Ein Workflow muss nicht von Menschen gesteuert werden.

Beispiel:

  • Eine E-Mail mit dem Betreff "Rechnung" geht ein.
  • Das Dokument wird automatisch als PDF gespeichert.
  • Eine KI liest Lieferant, Rechnungsnummer und Betrag aus.
  • Das Dokument wird an die zuständige Abteilung weitergeleitet.
  • Nach der Freigabe wird die Rechnung automatisch im ERP-System verbucht.

Hier übernimmt Software einen Großteil der Arbeit.

Bestandteile eines Workflows

Ein Workflow besteht typischerweise aus:

  • Auslöser (Trigger) – Was startet den Ablauf?
  • Aktionen – Welche Schritte werden ausgeführt?
  • Entscheidungen – Wenn-Dann-Verzweigungen.
  • Verantwortlichkeiten – Wer oder welches System führt einen Schritt aus?
  • Ende – Wann gilt der Prozess als abgeschlossen?

Workflow vs. Prozess

Die Begriffe werden oft gleich verwendet, unterscheiden sich aber leicht:

  • Geschäftsprozess: Beschreibt den gesamten organisatorischen Ablauf mit Zielen, Verantwortlichkeiten und Regeln.
  • Workflow: Beschreibt die konkrete Reihenfolge der einzelnen Arbeitsschritte innerhalb dieses Prozesses.

Beispiel:

  • Geschäftsprozess: "Einkauf von Waren"
  • Workflow: "Bedarf melden → Angebot einholen → Bestellung auslösen → Wareneingang prüfen → Rechnung freigeben → Zahlung"

Warum Workflows wichtig sind

Gut definierte Workflows sorgen für:

  • einheitliche Abläufe,
  • weniger Fehler,
  • kürzere Bearbeitungszeiten,
  • klare Zuständigkeiten,
  • bessere Nachvollziehbarkeit,
  • einfachere Automatisierung durch Systeme wie ERP-, Workflow- oder KI-Plattformen.

Gerade im IT-Umfeld werden Workflows häufig mit Werkzeugen wie n8n, Power Automate, Camunda, Node-RED oder Make automatisiert, sodass wiederkehrende Aufgaben ohne manuelle Eingriffe ablaufen.